Steinhoff – Hier braucht man Geduld

Bildquelle: Steinhoff International Holdings N. V.

Steinhoff befindet sich nach dem Bilanzskandal, welcher Ende 2017 bekannt wurde im Umbruch. Nach immensen Abschreibungen wurden bereits viele Beteiligungen verkauft. Derzeit prüft das Unternehmen den Verkauf weiterer Sparten sogar den Verkauf von Immobilien und Produktionsstätten. Bisher wurden unter anderem der 50% Anteils an Poco an XXXLutz für 266 Mio. Euro sowie den Kika/Leiner and die Sigma Holding veräußert um dringend notwendige Liquidität zu schaffen.

Lange Zeit wurde der Untersuchungsbericht von Pricewaterhouse Coopers (PwC) erwartet. Dieser stellte dann letztendlich fest, dass das Unternehmen über viele Jahre hinweg die Bilanzen und Gewinne künstlich aufgebläht hat. Insgesamt geht es um Geschäfte mit einem Volumen von immensen 6,5 Milliarden Euro, welche „mit vorgeblich unabhängigen Dritten“ gemacht wurden um „Gewinne und Firmenwerte aufzublähen“. An sich wie erwartet.  Weiter warten müssen die Aktionäre jedoch auf die Fertigstellung der Geschäftsberichte. „Der Umfang und die Komplexität der Buchhaltungs- und Prüfungsarbeiten haben die Arbeitsbelastung erheblich erhöht“ teilte der CEO Philip Dieperink mit. Nun soll der Bericht für 2017 am 7. Mai und der für 2018 am 18. Juni veröffentlicht werden.

Mit der Sanierung kommt das Unternehmen jedoch weiter voran. Zuletzt wurde eine Einigung mit dem Gläubiger LSW erzielt. Hinter LSW steht Andreas Seifert, der Eigentümer der XXLutz Gruppe die von Steinhoff bereits den Poco Anteil gekauft hatte. Um seine Zustimmung zu erhalten musste die Umschuldungsvereinbarung geändert werden. Die anderen Gläubiger waren damit einverstanden, so dass auch diese Baustelle behoben ist.

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