Senvion – Aktien verkaufen

Der Windkraftanlagenhersteller Senvion befindet sich schon länger in Schwierigkeiten. Bereits vor zwei Monaten wurde gewarnt, dass der neu amtierende Vorstand Gespräche mit den Beteiligten Gläubigern, dem Großaktionär Centerbridge und neuen Kreditgebern führt um die weitere Finanzierung des Unternehmens zu diskutieren. Die eigentlich für den 14. März vorgesehene Veröffentlichung des Jahresabschlusses wurde verschoben. Es wurde zudem bekannt, dass aufgrund von Projektverzögerungen Umsätze ausbleiben und zudem Strafzahlungen an die Projektpartner geleistet werden mussten.

Jetzt hat das Unternehmen, welches mit 4000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,4 Milliarden jährlich erzielt überraschend Insolvenz angemeldet. Die erfahrenen Kanzleien in der Insolvenzverwaltung Görg sowie Brinkmann & Partner sollen das Unternehmen nun unterstützen den vom ehemaligen GE Manager und jetzigen Vorstand Yves Rannou eingeleiteten Restrukturierungskurs weiter voran zu treiben. Neben Sparmaßnahmen in der Produktion und Beschaffung soll eine Verschlankung des Produktportfolios die gewünschten Einspareffekte zu Tage bringen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat der Großaktionär Centerbridge in den letzten Monaten bereits 82 Millionen Euro an das Unternehmen überwiesen. Die größten Kreditgeber Deutsche Bank und BayernLB sperrten sich aber gegen weitere Kreditzahlungen, da deren ausgeschöpfte Kreditlinie im Volumen von 950 Millionen Euro erstrangig besichert ist. Da mehrere Hedgefunds bereits eine 400 Millionen schwere Anleihe zusammen gekauft haben gestaltet sich die Sanierung sicherlich schwierig. Anleger sollten die Aktie auch auf dem jetzigen Niveau verkaufen.

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