Infineon – Gewinnwarnung belastet

Bildquelle: Infineon AG

Der Münchner Chiphersteller der um die Jahrtausendwende von Siemens abgespalten wurde hatte sich im Vergleich zu vielen anderen Technologieaktien in diesem Jahr gar nicht so schlecht entwickelt. Von einem 12-monats Hoch bei 25 Euro fiel der Titel bis zuletzt lediglich 20 Euro leicht um etwa 20% ab während viele andere Techtitel um 50% und mehr gefallen sind. Nun geriet die Aktie weiter unter Druck und fiel zuletzt unter die Marke von 18 Euro.

Grund ist eine gestern veröffentliche Gewinn- und Umsatzwarnung. Infineon sieht sich anhaltender weltwirtschaftlichen Unsicherheiten und einer schwächeren Nachfragedynamik in den Zielmärkten ausgesetzt, sprich der Absatz bleibt hinter den eigenen Erwartungen zurück. Der Umsatz soll mit etwa 8 Milliarden Euro nahezu unverändert zum Vorjahr bleiben wobei die Segmente Automotive und Industrial Power den unterperformenden Bereich Power Management & Multimarket nicht ausgleichen können werden. Auch das Segment Digital Securities Management wird schrumpfen. Insbesondere kam der Absatz in wichtigen Marht in China ins Stocken was in verschiedenen Unternehmensteilen bereits zu einem Aufbau der Bestände führte.

Die Marge wird aufgrund von reduzierten Fertigungsvolumina und damit verbundenen Leerstandskosten nur mehr bei 16% liegen nach 17,5% im Vorjahr. Bereits eingeleitete Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität können nicht im nötigen Umfang gegensteuern. Die Aktie ist nicht so stark gefallen wie erwartet, jedoch war die Gewinnwarnung auch nicht allzu dramatisch. Da das Unternehmen davon ausgeht die gesteckten Ziele im zweiten Quartal noch zu erreichen sollte sich die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf weiter eintrüben.

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